URL-Verschleierungstechniken im Überblick
Betrüger nutzen eine Vielzahl von Techniken, um Phishing-Links vor Nutzern und Sicherheitsfiltern zu verbergen. Hier sind die wichtigsten Methoden erklärt.
1. Percent-Encoding (URL-Kodierung)
Buchstaben und Sonderzeichen werden durch ihr Hexadezimal-Äquivalent ersetzt, eingeleitet durch ein %-Zeichen.
%61= a,%62= b,%2F= /- Beispiel:
https://%70%61%79%70%61%6C.com=https://paypal.com
Legitim in URLs für Sonderzeichen — aber zur Verschleierung des Domainnamens selbst ist es ein Warnsignal.
2. Base64-Kodierung
Eine URL wird in Base64 umgewandelt und als Parameter übergeben. Sieht wie Zufallszeichen aus: aHR0cHM6Ly9wYXlwYWwuY29t
Mehr dazu: Base64 in URLs erklärt.
3. HTML-Entities
Zeichen werden als HTML-Entities kodiert: p = p. In E-Mails kann das genutzt werden, um Domains zu verschleiern.
4. Unicode-Escape-Sequenzen
Zeichen werden als p (= p) geschrieben. Wird manchmal in JavaScript oder E-Mail-Codierungen verwendet.
5. IP-Adresse statt Domainname
Statt paypal.com wird eine IP-Adresse wie http://185.220.101.32 verwendet. Seriöse Unternehmen verwenden keine IP-Adressen in Links an Kunden.
6. Datei-URI und andere Protokolle
data: oder javascript: URIs können in E-Mails oder auf Webseiten eingebettet werden, um Schadsoftware auszuführen oder Daten zu stehlen.
7. Homoglyphen
Optisch identische Zeichen aus anderen Alphabeten: Kyrillisches „а" statt lateinischem „a". Mehr dazu: Homograph-Angriffe.
8. Mehrfach-Kodierung
Eine URL wird mehrfach hintereinander kodiert (erst Base64, dann URL-kodiert), um die Erkennung zu erschweren. 2check.click dekodiert bis zu drei Schichten automatisch.
Warnsignale für URL-Verschleierung
- Viele
%-Zeichen im Domainnamen (nicht im Pfad) - Lange Base64-ähnliche Zeichenfolgen in Parametern
- IP-Adresse statt Domainname
- URL enthält
redirect=oderurl=mit einer weiteren URL darin
Verschleierte URL analysieren
2check.click dekodiert automatisch URL-Encoding, Base64, HTML-Entities und andere Verschleierungsmethoden.
Häufig gestellte Fragen
Sind alle kodierten URLs gefährlich?
Nein. URL-Kodierung ist Standard im Web — Leerzeichen, Sonderzeichen werden immer kodiert. Gefährlich ist es, wenn die Kodierung dazu dient, den Domainnamen selbst zu verstecken.
Kann ein normaler Nutzer diese Techniken selbst erkennen?
Einzelne Techniken manchmal — aber in Kombination ist es schwierig. Nutzen Sie 2check.click für eine automatische Analyse.